Casual Games Blog

geposted von Tobias
Kategorie: Marketing

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Was können Spiele im Rahmen der digitalen Unternehmenskommunikation leisten? Wozu lassen sie sich einsetzen?

Gelegenheitsspiele sprechen eine überraschend große Zahl an Menschen an, besonders Personengruppen, die bisher nicht im Ruf standen, besonders spieleaffin zu sein. Doch gerade die an Gelegenheitsspielen interessierten Menschen gehören zu den interessantesten Kundengruppen für Unternehmen.
Wie können wir das Potential für uns nutzen – diese Frage haben sich Unternehmen wie neckermann.de und Thomas Cook natürlich auch gestellt, und für sich jeweils eine Antwort gefunden.
Wir entwickeln Spiele selbst ausschließlich unter dieser Fragestellung. Ziel ist es immer, Gelegenheitsspiele sinnvoll in die vorhandene digitale Markenführung eines Unternehmens zu integrieren.

Die Definition der Marketingziele zu Projektbeginn ist bereits ein wesentlicher Bestandteil der Spielentwicklung, wie wir sie betreiben. Daher bezeichnen wir die Art von Casual Games, die wir entwickeln auch als „Branded Casual Games“. Im Rahmen eines Projektstarts definieren wir gemeinsam mit dem jeweiligen Auftraggeber ein klares Ziel, das wir in der Spielkonzeption und -entwicklung konsequent verfolgen. Solch ein Ziel könnte lauten:

„Wir wollen 5.000 neue und qualitative E-Mailadressen für unseren Newsletter gewinnen.“

Oder eine weitere denkbare Zielsetzung wäre:

„Wir wollen dem Nutzer auf unserer Webseite ein unterhaltsames Angebot schaffen, um sich in einem positiven Rahmen zehn Minuten mit der Marke / dem Produkt inhaltlich auseinander zu setzen“.

Das Format der Branded Casual Games bietet sich im Zusammenspiel mit unterschiedlichen Marketingbereichen an. Die folgende Aufzählung soll dabei als Inspiration dienen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Dialogmarketing:
Als vorgeschaltete Maßnahme eignen sie sich zur Adressgewinnung, um über ein anschließendes Mailing beispielsweise Produktpromotion zu platzieren oder einen regelmäßigen Newsletter zu versenden. Neu gewonnene Adressen über Branded Casual Games bieten im Gegensatz zu gekauften Adressdaten einige Vorteile:
Die Qualität der Adressen ist wesentlich höher, denn der Spieler hat die Empfängeradresse beispielsweise über das Double Opt-in-Verfahren qualifiziert und aufgrund der Chance, einen attraktiven Hauptpreis in einer Verlosung zu gewinnen, wahrscheinlicher relevante Daten angeben. Er hat darüber hinaus bewusst sein Einverständnis für den Bezug des Newsletters geben, was die anschließende Abmelderate verringert. Zudem hat er ein höheres Involvement an den Tag gelegt, da er sich bereits mit dem Unternehmen bzw. Produkten über das Spiel auseinandergesetzt hat.

Empfehlungsmarketing:
Zufriedene Spieler werben neue Spieler – attraktive Spiele bieten einen unverfänglichen Anlass, um Bekannte und Freunde darauf aufmerksam zu machen. Eine persönliche Empfehlung für ein interessantes Spiel auszusprechen, fällt dabei leicht. Damit können neue Zielgruppen erschlossen werden, die im Rahmen anderer Aktivitäten möglicherweise für das Unternehmen gar nicht erreichbar sind.

Beziehungsmarketing:
Spiele werten beispielsweise kostenpflichtige Dienstleistungen auf. Neckermann.de hat beispielsweise die entwickelten Spiele im anmeldepflichtigen Kundenportal “MeinNeckermann” platziert, um den Bereich inhaltlich attraktiv zu gestalten und Anreize zur Anmeldung zu schaffen.

Werbung:
Spiele bieten zum einen ein attraktives Thema, um Online-Werbung zu schalten, zum anderen gewinnt auch das Thema Ingame Advertising an Bedeutung. Nur ein Fünftel der Gamer stört sich an Werbung im Spiel – während die Wahrnehmung der Produkte um über 60% ansteigt. Das geht aus einer aktuellen Studie von Nielsen Bases und Nielsen Games im Auftrag des In-Game-Advertising-Netzwerks IGA Worldwide hervor. Demnach empfanden 82 Prozent der befragten Spieler ein Spiel mit Werbeeinblendungen genauso unterhaltsam wie das werbefreie Vergleichsspiel. Zusätzliche Bedeutung wird das Ingame Advertising in browserbasierten Spielen dadurch erhalten, dass die Werbung in Spielen dynamisch ausgetauscht werden kann. Werbebotschaften können also tagesaktuell und vor allem auch mit regionalem Bezug verändert werden.

Verkaufsförderung:
Im Rahmen eines Spiels ist es denkbar, produktbezogene Promotion und Absatzförderung zu betreiben – aus dem Spiel heraus können Produkte, mit denen sich der Benutzer soeben spielerisch auseinandergesetzt hat, in den Warenkorb gelegt und online bestellt werden.

Personalmarketing:
Die Spiele eignen sich neben dem Spielspaß dazu, Informationen und Wissen zu transportieren und spielerisch zu verinnerlichen (Stichwort Game-based Training bzw. eLearning) genannt. Casual Games eignen sich aufgrund ihrer Simplizität natürlich nicht, um komplexe Sachverhalte umfassend aufzuarbeiten. Allerdings liegt ihr Vorteil darin, die entscheidende Information für den Benutzer auf den Punkt zu bringen – beispielsweise um die Funktionsweise eines erklärungsbedürftigen Produktes plakativ zu demonstrieren. Auch auf Recruiting-Messen bieten Spiele einen interessanten Einstieg, um mit potentiellen Bewerbern ins Gespräch zu kommen.

Sicherlich sind viele weitere Einsatzgebiete denkbar, an dieser Stelle ist die Kreativität und die Phantasie der Marketeers gefragt.

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